Öffentlicher Raum

für Haus & Garten

Heckentypen

Unter dem Begriff Hecke wird häufig eine streng formale Hecke verstanden, bei der die Sträucher linear aneinandergereiht sind. Hecken können jedoch auf unterschiedliche und vielfältigere Weise angeordnet und kombiniert werden; die ökologische Bedeutung kann dadurch deutlich gesteigert werden. Diese unterschiedlichen Heckentypen sollen Möglichkeiten aufzeigen, die bestens im eigenen Garten oder im öffentlichen Grünraum realisiert werden können.

Hecken sind ein wesentliches ökologisches Naturgartenelement. Es verbindet Gärten und öffentliche Räume und bildet somit eine natürliche Brücke für die heimische Tierwelt. Je mehr Raum eine Hecke einnehmen darf (auch in die Breite!) desto wertvoller wird sie für Igel, Vögel, Insekten und Kleintiere.

Je vielfältiger sie gestaltet wird und je mehr unterschiedliche Straucharten verwendet werden, desto mehr verschiedene und zum Teil schützenswerte Tiere finden Nahrung und Unterschlupf in ihr: Vielfalt zieht Vielfalt an!

Als Beispiele werden nun Sichtschutzhecke, Wildwachsende Hecke, Nischenhecke und Niedrige Hecke als wichtigste Heckentypen beschrieben.

Sichtschutzhecke

Die Sichtschutzhecke ist jene Hecke, die vor fremden Blicken schützt. Diese Hecke wird bewusst enger gepflanzt, damit sie die Funktion von Sichtschutz bestmöglich erfüllen kann. Der Pflanzabstand beträgt 0,75 - 1 m, empfehlenswert ist zudem eine zweireihige Pflanzung auf Lücke, mit einem Reihenabstand von 1 - 1,5 m. Diese Hecke besteht aus verschiedenen Straucharten, die im Sommer eine dichte Blätterwand bilden. Vor allem 2-reihige Hecken geben durch die dichte Verästelung auch im Winter einen gewissen und meist für diese Jahreszeit völlig ausreichenden Sichtschutz. An stark einsichtigen Stellen kann die Sichtschutzhecke auch mit immergrünen Gehölzen ergänzt werden.

Wildwachsende Hecke


Bei der wildwachsenden Hecke findet eine bunte Vielfalt an verschiedensten Sträuchern Platz. Sie ist eine pflegeleichte Hecke, der keine geradlinige Form übergestülpt wird. Sie darf sich in ihrer ganzen natürlichen Schönheit und Freiheit entfalten. Sie wird nur von Zeit zu Zeit bzw. bei Bedarf geschnitten, bzw. ausgelichtet. Die Wildwachsende Hecke kann je nach Platz zwei- oder mehrreihig, im Zickzack oder geradlinig hintereinander gepflanzt werden. Der Pflanzabstand beträgt 1,5 – 2 m, da hier auch breitwachsende Wildsträucher gepflanzt werden können, sollte dementsprechend mehr Platz eingeplant werden. Der Abstand von Reihe zu Reihe sollte zumindest 1 - 1,5 m betragen.

Nischenhecke


Die Nischenhecke wird aus unterschiedlichen Sträuchern gebildet. Hier geht es um die Raumbildung und die bewusste Schaffung von Nischen. Das Ziel ist, Versteckmöglichkeiten bzw. einen geschützten Platz zu bilden. Dafür werden Straucharten gruppenweise gepflanzt, die aus der linearen Form der Hecke hinausragen und dadurch einen eigenen Raum schaffen.

Niedrige Hecke


Die niedrige Hecke besteht insbesondere aus Heckenpflanzen, die sich für Einfriedungen, bei denen die Wuchshöhe limitiert ist, eignen. Es werden verschiedene Sträucher mit einer Wuchshöhe von 0,5 - 1,5 m kombiniert, um eine bunte Vielfalt zu erreichen. Die höchsten Gehölze werden max. 2 m hoch. Diese Sträucher werden im Pflanzabstand von 1 - 1,2 m gepflanzt, Reihenabstand liegt bei 0,75 m, es kann geradlinig oder im Zickzack und etwas versetzt gepflanzt werden.

Gemeinsam für ein gesundes Morgen.